Österreichisches Hospiz zur heiligen Familie

Benutzen Sie die Hilfslinks zum Navigieren in diesem barrierefreien Dokument.

Historisches über unser Haus

> Bücher

Gegründet im Jahr 1857, wurde das Österreichische Hospiz zur Heiligen Familie am 19. März 1863 feierlich eröffnet. Bis zum Jahr 1918 diente das Hospiz auch als Residenz des österreichischen Konsuls in Jerusalem, der eine Schutzfunktion für Katholiken und askenasische Juden wahrnahm.

Der rege Pilgerbetrieb, den das Haus bis zum Jahr 1914 verzeichnete, fand mit dem Kriegsausbruch ein jähes Ende. Nach dem ersten Weltkrieg begann das Pilgertum wieder stetig zuzunehmen und erlangte einen Höhepunkt, als der Leiter des Hauses, Rektor Dr. Franz Fellinger, zum Generalvikar und Weihbischof des Lateinischen Patriarchen von Jerusalem ernannt wurde.

1932/33 konnte ein zusätzliches Stockwerk unter der Leitung des aus Wien stammenden Jerusalemer Bauunternehmers Gottlob Bäuerle errichtet werden. Im Jahr 1939 wurde das Hospiz von den Briten als „deutsches Eigentum“ beschlagnahmt. Der damalige Rektor, Dr. Franz Haider, und die geistlichen Schwestern wurden interniert. Das Haus selbst diente als Internierungslager für österreichische, deutsche und italienische Priester und Ordensleute. Als die Briten 1948 Palästina verließen, empfahlen sie der jordanischen Armee, dort ein Lazarett einzurichten. Später wurde es von der jordanischen Regierung in ein Spital umgewandelt.

Es sollte noch Jahrzehnte dauern, bis das Hospizgebäude wieder seinen rechtmäßigen Eigentümern zurückgegeben wurde. Erst im Juli 1985 wurde das Spital aus sanitären Gründen geschlossen und im Dezember an seinen österreichischen Eigentümer zurückgegeben. 1987 wurde das Gebäude vollständig renoviert. Der Pilgerbetrieb konnte im Jänner 1988 wieder aufgenommen werden, die offizielle Eröffnung fand am 19. März 1988 statt. Seither ist es für Gäste aus aller Welt wieder möglich, den herrlichen Ausblick von der Dachterrasse auf die Jerusalemer Altstadt zu genießen.



Das Österreichische Hospiz in Jerusalem

Das Österreichische Hospiz in JerusalemMit einem Vorwort von
Kardinal Franz König

Verlag: BöhlauWien
Autor: Helmut Wohnout
Seiten: 227
Jahr: 2000
ISBN: 3-205-99095-1,
im Hospiz erhältlich


Das Österreichische Hospiz in Jerusalem gehört zu den traditionsreichsten Institutionen im Vorderen Orient. Mitte des 19. Jahrhunderts entlang der Via Dolorosa erbaut, war es das älteste nationale Pilgerhaus im Heiligen Land. 1869 diente es Kaiser Franz Joseph bei seinem Besuch als Aufenthaltsort und wurde zu einem Symbol österreichischer Präsenz in Jerusalem, das die Bedeutung der österreichisch-ungarischen Monarchie als katholische Großmacht manifestieren sollte.

Eines der eindrucksvollsten Gebäude der Altstadt Jerusalems ist das Hospiz bis heute geblieben. Darüber hinaus spiegelt seine 140jährige Geschichte die wechselvolle Entwicklung der Stadt Jerusalem wider. Durch die Wirren beider Weltkriege mehrmals in fremde Hände gelangt, diente es u.a. als Waisenhaus, Internierungslager und Offiziersschule. Nach dem Unabhängigkeitskrieg wurde es zum arabischen Spital Ostjerusalems.

1988 wurde das Hospiz als Pilgerhaus wiedereröffnet und ist seither vielen Pilgern Ausgangspunkt für ihre Reise durch das Heilige Land.


Geschichte des Österreich- ischen Hospizes in Jerusalem

Geschichte des Österreichischen Hospizes in JerusalemVerlag: Norka Verlag
Autor: Helmut Wohnout
Seiten: 32
Jahr: 1993
im Hospiz erhältlich


Einen kurzen Einblick in die eindrucksvolle Geschichte des Österreichischen Hospizes bietet dieses kleine Heft.

Herausgegeben von der "Österreichischen Gesellschaft vom Heiligen Land" soll es dem Pilger etwas mehr von jenem geschichtsträchtigen Ort erzählen, der heute als Pilgerhaus wieder seinen ursprünglichen Sinn erfüllt.